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  S-Boote in der Königlich Schwedischen Marine

 

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"T 51"-Klasse

Im Frühjahr 1947 bot die US-Besatzungsmacht in Deutschland der Königlich Dänischen Marine (Søværnet) an, 10 ehemals deutsche Schnellboote ("S 15", "S 68", "S 79", "S 97", "S 107", "S 122", "S 127", "S 133", "S 197" und "S 306") für nur 80.000 Dollar zu übernehmen. Damit konnte Dänemark für den halben Preis 10 Boote kaufen und instand setzen, den 10 Neubauten gekostet hätten. Søværnet schlug schnell zu und bereits im August konnten die ersten vier Boote in Bremerhaven abgeholt werden. Geplant war, sechs bis sieben dieser Boote instandzusetzen, wobei die Boote "S 15" und "S 122" ausgeschlachtet und die Ausbauteile als Ersatzteillager benutzt werden sollten. Von England wurde das Boot"S 115" erworben, welches aber wie "S 15" und "S 122" nur als Ersatzteillager genutzt wurde. [Laut G. Olsen og S. Storgaard: Flådens Skibe og Fartøjer 1945 - 1995 wurden in England sogar zwei Boote gekauft, welche Boote es waren wird jedoch nicht angegeben]. 

Dänische Bezeichnung Deutsche Bezeichnung Indienststellung
T 51 S 306 01.11.1947
T 52 S 107 15.04.1948
T 54 S 133 21.03.1949
T 56 S 127 08.07.1949
T 58 S 79 15.07.1950
T 59 S 197 01.11.1949
(T 60) S 97 10.01.1953
(T 62) S 68 03.11.1953
- S 15 -
- S 115 -
- S 122 -

Ex "S 68" ("Viben" - P 568) und ex-"S 97"  ("Ravnen" - P 260) wurden erst so spät instandgesetzt und gleichzeitig modernisiert, dass die zugedachten Bezeichnungen "T 62" bzw. "T 60" nicht mehr zum Tragen kamen. Die Boote bekamen bei der Indienststellung 1953 bzw. 1955 ihre Namen und die NATO-Rumpfnummern. 

1948 konnten weitere vier Boote von den USA erworben werden ("S 206", "S 207", "S 216" und "S 305"). Die Boote kamen im August 1948 in Kopenhagen an, wurden modernisiert und in Dienst gestellt. Damit standen der dänischen Marine 12 Boote dieser Klasse zur Verfügung

Dänische Bezeichnung Deutsche Bezeichnung Indienststellung
T 53 S 216 19.11.1948
T 55 S 206 28.03.1949
T 57 S 305 08.07.1949
T 61 S 207 07.10.1950

"T 56" (Isfuglen) ex-"S 127" - Foto: Søværnet

Typ "S 38" mit Kalotte - Zeichnung aus Fock: Schnellboote Bd. 2

Typ "S 100" - Zeichnung aus Fock: Schnellboote Bd. 2

Technische Daten

 Länge 34,94 m
Breite 5,10 m
Tiefgang 1,67 m
Verdrängung 122 t
Besatzung 25 Mann (4 Offz., 21 Uffz. u. Mannschaften)
Bewaffnung 
2 x ToRo 53,3 cm mit Torpedos deutsche T1
1 x 40 mm Maschinenkanone Mk/48 LvSa
1 x 20 mm Maschinenkanone Mk/42 LvSa
Minenschienen auf dem Achterdeck
Antrieb
3 x MB 518 B Diesel je 3000 PS
Geschwindigkeit 42,8 kn 
Bauwerft Lürssen und Schlichting

-

Besonderheiten

Die Artilleriebewaffnung der Boote bestand aus:

1  20mm M/39 LvSa M/40  im Brunnen auf der Back
4 20mm M/39 LvSa2 M/46 mittschiffs und achtern auf Doppellafette

 1951 konnten von Norwegen sechs ehemals deutsche Boote erworben werden. Die Boote und die 12 Boote der "T 51"-Klasse wurden ab 1951 modernisiert und als "Glenten"-Klasse bezeichnet.

Als einziges Boot hatte "S 107" ("T 52") keine Kalotte sondern noch den alten Brückenaufbau, eine Kalotte wurde erst später durch die Orlogs-Værft nachgerüstet.

"T 52" (Gribben) ex- "S 107" 1956 - Foto: Søværnet

"T 54" (Hærfuglen) ex -"S 133" _ Foto: Søværnet