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  S-Boote in der Königlich Norwegischen Marine

 

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S-Boote in der Königlich Norwegischen Marine 1947 - 2009 (Sjøforsvaret)

 

"Storm"-Klasse

"Storm"-Klasse Boot in Nordnorwegen mit Penguin-Starter auf dem Achterdeck - P 348 - Foto: Kalle Scheuch

"Storm"-Klasse vor der Umsrüstung auf Penguin- Zeichnung aus Fock: Schnellboote Bd. 3

Technische Daten

Länge 36,5 m
Breite 6,20 m
Tiefgang 1,08 m
Verdrängung 140 t
Besatzung 19 - 20 Mann
Bewaffnung
1 x 76mm Bofors/L70
1 x 40 mm Bofors/L70
6 x Penguin ASM seit 1970

Antrieb

2 x MTU Diesel je 3600 PS
Geschwindigkeit 36 kn
Bauwerften Bergen Mekaniske Verksted, Westermoen, Mandal

Besonderheiten

Die Rümpfe waren aus Stahl gebaut, die Aufbauten aus GFK. Die Boote verfügten über ein modernes Feuerleitsystem M20.

Von 1962 bis 1967 wurden insgesamt 21 Boote der Storm-Klasse gebaut. Das Testboot "Storm" wurde so beansprucht, dass es abgebrochen wurde und als eines der letzten Neubauten P 960 "Storm" fertig gestellt wurde. Zwei Boote mussten wegen schwerer Strurmschäden vorzeitig außer Dienst gestellt werden. Acht Boote der Klasse wurden in den Jahren 1991/92 außer Dienst gestellt, von denen drei Boote ohne Waffen und Sensoren an die Marinen der drei Baltischen Staaten abgegeben wurden. Das Boot "Blink" (P 961) befindet sich im Marinemuseum Karljohansvern, im ehemaligen Hauptstützpunkt der Königlich Norwegischen Marine nördlich Horten.

Das an Estland gelieferte Boot wurde von 1994 bis 2008 bei den Grenztruppen als PVL 105 "Torm" eingesetzt. Es befindet sich heute als Museumsschiff im Estnischen Meeresmuseum (Eesti Meremuuseum) im Seeflughafen von Tallinn.

1995 wurde ein Boot  an Lettland übergeben und dort als P 04 "Bulta" in den Dienst der lettischen Marine gestellt. Ebenfalls 1995 wurde ein Boot an Litauen übergeben - ex "Kjekk" - und von der litauischen Marine als P 31 "Dzūkas " in Dienst gestellt.

Alle anderen Boote der Klasse wurden bis 2000 außer Dienst gestellt. Lettland erhielt 2001 noch drei Boote, P 01 "Zibens", P 02 "Lode" und P 03 "Linga". Alle Boote wurden inzwischen ausgemustert und abgebrochen. Auch Litauen erhielt 2001 zwei weitere Boote, die als P 32 "Sèlis" und P 33 "Skalvis" in Dienst kamen. Als letztes Boot der Klasse wurde die "Sèlis" 2017 außer Dienst gestellt. 

Boote der Klasse

 

Boot

Hull-No.

Schicksal

A.D.-Stellung

Storm

-

Prototyp, nach Erprobung verschrottet

?

Storm

P 960

verschrottet

?

Blink

P 961

Museumsboot in Karljohansvern 

?

Glimt

P 962

verschrottet

?

Skjold

P 963

verschrottet

?

Trygg

P 964

verschrottet

?

Kjekk

P 965

Abgabe an Litauen als Dzūkas - P 31

2007

Djerv

P 966

Abgabe an Lettland als Zibens - P01

2012

Skudd

P 967

Abgabe an Litauen als Sèlis P 32

2017

Arg

P 968

Abgabe an Estland als Torm PVL 105

2008

Steil

P 699

Abgabe an Litauen als Skalvis P 33

2011

Brann

P 670

verschrottet

?

Tross

P 671

verschrottet

?

Hvass

P 672

Abgabe an Lettland als Lode - P 02

2013

Traust

P 673

Abgabe an Lettland als Bulta - P 04

2011

Brott

P 974

verschrottet

?

Odd

P 975

verschrottet

?

Pil

P 976

Museumsboot in Horten

?

Brask

P 977

Museumsboot in Horten

?

Rokk

P 978

verschrottet

?

Gnist

P 979

Abgabe an Lettland als Linga - P 03

2012

"Rokk" - P 978 der "Storm"-Klasse in der ursprünglichen Version - Foto: Archiv T. Kunzmann

"Skjold" - P 963 mit vier Penguin-Startern - Foto: Archiv T. Kunzmann

Ex-KNM "Blink" - P 961" im Marinemuseum Karljohansvern - Foto: Wikipedia

Ex-"Torm" - PVL 105 (ex-KNM "ARG" im Meeresmuseum Tallinn - Foto: Eesti Meremuuseum Tallinn

P 31 "Dzūkas " ex-KNM "Kjekk" - Foto: Litauische Marine